Kunst

Kunsttherapie für gehörlose und gehörgeschädigte Menschen

Gerade durch den nonverbalen Zugang dieser Therapieform eignet sich die ganzheitliche Kunsttherapie besonders für diesen Bereich.

In meinem Praktikum durfte ich intensiv mit dieser Zielgruppe arbeiten, ich leitete eine wöchentlich stattfindende kunsttherapeutische Gruppe in der Gehörlosenambulanz der Barmherzigen Brüder in Wien (2008-2009). Zeitgleich erlernte ich die Grundkenntnisse der ÖGS (österr. Gebärdensprache) – ich lerne übrigens weiterhin.

Die außergewöhnliche visuelle Stärke gehörgeschädigter Menschen, die ich kennenlernen durfte, erwies sich als wertvolle Ressource in der therapeutischen Arbeit.

Neben den bildnerischen Medien lassen sich aber auch die darstellenden Künste gut einsetzen: Bewegung, Tanz, Theater und auch Musik (z.B. die Vibrationen von Klangschalen oder das Tönen mit der eigenen Stimme).

Einige Beispiele für Themen, die in meiner Arbeit mit gehörlosen und gehörgeschädigten Menschen bearbeitet wurden:

  • Aktivierung von Ressourcen, Stärken, Talenten
  • Isolation
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Aktivierung von gehörlosen Alzheimer-Patienten
  • Körperwahrnehmung
  • Selbsterfahrung
  • Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten
  • Förderung der Eigenständigkeit
  • Förderung der Kreativität
  • Von der Gegenständlichkeit zum Abstrakten
  • Entspannung in Stresssituationen
  • Angsterkrankungen
  • Verarbeitung von Verlust und Trauer